Aus der Taktikecke

von Volker Rau | Feb. 2026

6 Tipps für Transformations- und Changeprozesse.

In Organisationen werden Veränderungen häufig als „Change“ bezeichnet. Dabei ist es wichtig, zwischen Changeprozessen und Transformationsprozessen zu unterscheiden, da sie sich in Tiefe, Dauer und Wirkung deutlich unterscheiden.

Changeprozesse beziehen sich meist auf klar umrissene Anpassungen innerhalb eines bestehenden Systems. Beispiele sind die Einführung einer neuen Software, eine Reorganisation von Abteilungen oder die Optimierung von Prozessen. Die grundlegende Identität, Kultur und Denkweise der Organisation bleiben dabei weitgehend erhalten.

Transformationsprozesse hingegen gehen deutlich tiefer. Sie verändern nicht nur Strukturen oder Abläufe, sondern auch Haltungen, Werte, Denkmodelle und die Unternehmenskultur. Transformation bedeutet oft einen grundlegenden Wandel des Selbstverständnisses – etwa bei der Umstellung auf agile Arbeitsweisen oder einer Neuausrichtung des Geschäftsmodells.

❗ Kurz gesagt: Change verbessert das Bestehende. Transformation verändert das Bestehende grundlegend. Und natürlich überschneidet sich das auch häufig genug.


💡Hier sind 6 Tipps für dich, die für Transformations- und Changeprozesse beidermaßen gelten:


1️⃣ Zeit und Geduld einplanen

👉 Transformation ist kein Projekt mit festem Enddatum. Tiefgreifender Wandel braucht Raum für Lernen, Reflexion und Entwicklung.


2️⃣ Führung als Vorbild leben

👉 Führungskräfte müssen den Wandel glaubwürdig vorleben. Transformations- und Changeprozesse scheitern, wenn altes Denken durch neues ersetzt werden soll, ohne das eigene Verhalten zu ändern.


3️⃣ Kultur und Mindset gezielt adressieren

👉 Trainings allein reichen nicht aus. Es braucht Dialog, Feedback und neue Rituale, um Denk- und Verhaltensmuster nachhaltig zu verändern.


4️⃣ Klare Ziele und Struktur schaffen

👉 Change braucht einen konkreten Anfang und ein klares Ende. Definierte Ziele, Meilensteine und Verantwortlichkeiten geben Orientierung.


5️⃣ Kommunikation früh und transparent gestalten

👉 Mitarbeitende müssen wissen, was sich ändert und warum. Gute Kommunikation reduziert Unsicherheit und Widerstände.


6️⃣ Betroffene zu Beteiligten machen

👉 Wer früh eingebunden wird, akzeptiert Veränderungen leichter und bringt wertvolle Praxiserfahrung ein.

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