
Kennen Sie das? Nicht nur ein einzelner Mitarbeiter kann überarbeitet, gestresst oder ausgebrannt sein. Nein – auch ein ganzes Unternehmen kann sich in einem Zustand befinden, in dem es nicht mehr in der Lage ist, seine vollen Ressourcen abzuschöpfen. Das ist bekannt als Organisationaler Burnout.
Bei einem Organisationalen Burnout ist eine Firma nicht mehr wirklich geschäftsfähig. Das muss sich nicht unbedingt nur auf den finanziellen Bereich beziehen. Die Firma kann kurzfristig noch schwarze Zahlen schreiben, dennoch aber nicht genügend Arbeits- und Organisationskraft besitzen, um für die Zukunft weiterhin leistungsfähig zu sein. Die Firma ist erkrankt, wie eine Arbeitskraft, ein Mitarbeiter das Burnout-Syndrom haben kann.
Ein Grund dafür kann eine besonders große Herausforderung sein, wie bspw. ein (zu) großer Auftrag für eine Druckerei, bei dem viele Mitarbeiter über längere Zeit Überstunden machen und mit ihrer Aufgabe vielleicht auch überfordert sind. Diese dauerhafte Überlastung zieht weitere Symptome mit sich. Wenn der Leistungsdruck ungebremst von der Geschäftsführung nach unten durchgereicht wird und die Arbeits- und Kommunikationsstrukturen nicht angepasst werden – dann kann es zu einem kollektiven Erschöpfungszustand kommen. Mehrere Mitarbeiter erleiden das Burnout-Syndrom. Und wenn sie könnte, würde diese Firma sagen: „Ich kann nicht mehr!“
Externe Ursachen für den Organisationalen Burnout können Wettbewerbsdruck sein oder Strukturveränderungen in der Branche, bspw. wie in der Medienbranche, bei der es zu einem Einbruch der Anzeigenpreise gekommen war, ausgelöst durch den Internetboom. Auch eine Finanzkrise oder ein stark veränderter Rechtsrahmen nehmen starken Einfluss auf ein Unternehmen.
Auch interne Ursachen lassen einen Organisationalen Burnout entstehen. Wenn das Unternehmen Fort- und Weiterbildungen ihrer Mitarbeiter vernachlässigt hat, entsteht ein Kompetenzdefizit, die Firma bzw. ihre Mitarbeiter arbeiten nicht mehr auf dem neuesten Stand. Oder: Die Geschäftsstrategie wird nicht über alle Ebenen hinweg kommuniziert und den Mitarbeitern fehlt ein Ziel vor Augen - es besteht ein Informationsdefizit. Auch ein Ressourcenmangel kann ein Ungleichgewicht mit sich bringen, bei einem starken Unternehmenswachstum werden z. B. die Abteilungen nicht durch zusätzliche, aber dringend benötigte Mitarbeiter aufgestockt. Oder es werden mehrere Produkte gleichzeitig eingeführt, womöglich auch das noch bei einem nichtbereinigten Projekt-Portfolio – der Supergau! Bei all diesen Ursachen ist eines wichtig: Frühzeitig auf die Warnzeichen zu reagieren und nicht zu versuchen, die Krise auszusitzen.
Mögliche Anzeichen des Organisationalen Burnouts:
Nur durch nachhaltige Lösungen findet sich ein Weg aus dem Organisationalen Burnout.
In diesem Sinne: Wenn etwas für Sie dabei war, dann wünschen wir Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung, viel Erfolg im entscheidenden Moment.
Nehmen Sie gerne mit Volker Rau Kontakt auf, und nutzen Sie unsere Expertise zum Thema.

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